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Wer sich mit dem Thema Weinflaschen beschäftigt, wird feststellen, dass es in puncto Design sehr viele Unterschiede gibt. Hierbei stellt sich dem interessierten Leser unweigerlich die Frage, ob die Abmessungen einer Weinflasche denn nicht reguliert und vorgegeben sind. Dem ist tatsächlich nicht so. Eine gemeinsame Vorgabe haben die verschiedenen Weinflaschenmodelle dennoch: Die Füllmenge. Denn diese muss nach EU-Norm 0,75l betragen. In Form und Ausgestaltung haben die Winzer und Produzenten demnach freie Hand.

Die Weinflasche als Marketingobjekt

Da wir nun also wissen, dass es lediglich auf die Füllmenge ankommt, werden uns einige Dinge klar. So erscheint es nur allzu logisch, dass sich der Weinproduzent eine zu dem Charakter des Weines passende Weinflasche aussucht. Ist der Wein also jung, leicht und ohne viele Tannine, so entscheiden sich die Winzer häufig zu schmalen und hohen Flaschen mit dünneren Glaswänden. Möchte man hingegen einen schwereren und komplexen Wein unterstreichen, so bietet sich sicherlich die Auswahl einer etwas weniger hohen Flasche mit schwerer Glaswand an. In Kombination mit dem passenden Weinflaschenetikett kann ein Wein so erstaunlich unterschiedliche Wirkungen beim Verbraucher erzielen.

Die geläufigen Weinflaschentypen:

  • Diverse Weinflaschentypen gilt es zu unterscheiden.Albeisa: Diese Flaschenform hat ihren Ursprung in der italienischen Stadt Alba, wo sie in den 70er Jahren entwickelt wurde. Dort im Piemont wird sie heute noch gern genommen. Es gibt sogar die Vorgabe, dass der Barolo und der Barbaresco in diesen Flaschen abgefüllt werden muss. In der äußeren Form unterscheidet sich die Albeiser-Flasche durch einen längeren Flaschenhals und einer breiten Schulterpartie.
  • Bocksbeutel: Der Bocksbeutel ist die offizielle Fränkische Weinflasche. Sie ähnelt einem platt gedrücktem Kugelgefäß mit einem breiten Flaschenbauch und kurzem Flaschenhals. Diese Flasche ist äußerst charakteristisch und hat einen hohen Wiedererkennungswert.
  • Bordeauxflasche: Die Bordeauxflasche ist die Flasche, an die Sie denken, wenn das Wort Weinflasche fällt. Sie weist die klassische Form auf und findet weltweit die häufigste Verwendung. Sie ist gerade geformt und weist einen kurzen Flaschenhals auf. Der Hals ragt gerade hinunter bis zu den sog. Flaschenschultern. Durch diese Form ist die Weinflasche bei verhältnismäßig geringen Kosten sehr stabil. Der Boden ist eingewölbt um Ablagerungen im Weinglas durch Verwirbelungen beim Eingießen zu unterbinden. Klassische Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Sauvignon Blanc und einige weitere werden in den meisten Fällen in dieser Flaschenform abgefüllt.
  • Borgognotta: Diese Flaschenform wird ausschließlich in Italien produziert. Sie findet bei hochwertigen Weinen Verwendung, denen man einen längeren Lagerungszeitraum voraussagt. Optisch sind Gemeinsamkeiten zur Burgunderflasche erkennbar. Ein zylindrischer Körper wird mit schweren und dicken Glaswänden umgeben.
  • Burgunderflasche: Hierbei handelt es sich um eine äußerst beliebte Flaschenform, die Ihnen auch aus dem Handel geläufig sein dürfte. Der kurze Flaschenhals ist abfallend über die Flaschenschultern bis hin zu einem bauchigen Erscheinungsbild. Klassischerweise werden Weine aus dem Burgund aber auch deutsche Grauburgunder sowie Chardonnay in diesen Flaschen abgefüllt.
  • Schlegelflasche: Diese Flaschenform ist in die Länge gezogen und hat über den langen Flaschenhals stark abfallende Schultern bis hin zu einem zylindrisch geformten Bauch. Häufig gibt es auch in der Ausgestaltung dieser Flaschenform geringfügige Unterschiede.

Die Abmessungen variieren natürlich mit der Flaschenform. Ist sie im Durchmesser schmaler gestaltet, muss sie natürlich in die Höhe gehen damit die 0,75l auch hineinpassen.
Durchschnittlich bewegen sich die Abmessungen bei Weinflaschen im Durchmesser zwischen 75mm – 90mm. In der Höhe der Flasche zwischen 300mm – 325mm. Einige Flaschenarten reißen aus diesem Durchschnittswerten aus und haben deutlich geringe Durchmesser (Schlegelflasche) oder deutlich höhere Durchmesser (Bocksbeutel), was zu einem Plus oder Minus bei der Höhe führt.

Gewicht einer Weinflasche:

Auch beim Thema Gewicht gibt es zwischen den verschiedenen Arten deutliche Unterschiede. In der Regel wiegt eine leere Weinflasche zwischen 400-700 Gramm. Der Faktor Glas spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Fällt der Flaschenboden und die Flasche an sich dicker aus, so schlägt sich dies natürlich auf das Gewicht nieder. Ein Beispiel hierfür sind die besonders dick gestalteten Champagnerflaschen.

Fazit:

Die Abmessungen von Weinflaschen sind nicht genormt. Man sollte sich als Produzent oder Winzer einfach Gedanken machen, welches Flaschenformat am besten zum Wein passt und womit die Kernbotschaft ideal transportiert werden kann.