Was bei Schnapsetiketten wichtig ist – Pflichtangaben und Design

Spirituosen findet man in so gut wie jedem Haushalt. Schnaps in verschiedensten Ausführungen und Geschmacksrichtungen ist sowohl in Deutschland, als auch in anderen Ländern auf der gesamten Welt mehr als beliebt – manche Menschen haben sogar eine Lieblingssorte und weichen von dieser gar nicht oder kaum einmal ab. Andere hingegen haben sich in ihrem Leben zu wahren Sammlern und Kennern entwickelt. Was einen Schnaps neben seinem Geschmack jedoch einzigartig macht, ist vor Allem das Etikett auf seiner Flasche. Sie gibt Aufschluss darüber, um welche Sorte es sich handelt und darüber, was der Käufer von dem Inhalt zu erwarten hat. Doch anders als vielleicht von vielen erwartet, ist die Gestaltung des Etiketts keinesfalls dem Zufall oder den ästhetischen Vorlieben des Herstellers überlassen.

Geschichte der Schnapsetiketten

Geschichte der SchnapsetikettenBereits die Römer haben vor mehreren tausend Jahren erkannt, wie hilfreich ein Etikett auf einer Flasche ist. Damals wurden Getränke, darunter vor Allem Weine in Tonkrügen und Gefäßen in verschiedenen Formen aufbewahrt. Doch da schon damals im alten Rom die Behältnisse mit dem kostbaren Inhalt mehrmals den Besitzer wechselten und oft auch als Geschenke weitergegeben wurden, war es mehr als wichtig, über die Eigenschaften des Inhaltes Aufklärung zu erhalten. Aus diesem Grund wurden die Angaben in die Flasche eingeprägt. Im Mittelalter dann kamen besonders am Hals der Flasche angehängte Etiketten in Mode. Heut zu Tage finden wir Etiketten auf jeder Flasche und jeder anderen Verpackung. Doch im Bereich der alkoholischen Getränke gibt es einige wichtige Vorschriften bei der Herstellung der Etiketten zu beachten.

Pflichtangaben auf einem Etikett für Spirituosen

Vor allem wenn man als Kleinbrenner tätig ist und somit sein Geschäft in der ersten Generation betreibt oder sich bisher lediglich hobbymäßig mit dem Brennen von Schnaps beschäftigt hat, dann sind die Normen für den Aufdruck von Schnapsetiketten gegebenenfalls neu und man ist noch nicht vollkommen aufgeklärt in diesem Gebiet. In den einzelnen Bundesländer herrschen unterschiedliche Gesetze für den Bedruck der Etiketten von Schnaps. Es ist deshalb sehr wichtig, sich ausführlich mit diesem Thema zu beschäftigen und nicht lediglich eine beliebige Flasche aus einem Supermarkt oder Fachgeschäft als Vorlage zu nehmen. Neben den speziellen Vorgaben der einzelnen Bundesländer und Regionen gibt es jedoch einige Angaben, welche grundlegend auf allen Etiketten im Bereich der Spirituosen Pflicht sind.

  • Name und Anschrift des Händlers, Abfüllers beziehungsweise Herstellers – die Angaben müssen so aufgeführt werden, dass ohne Umstände eine direkte Zuordnung über die Postleitzahl etc. möglich ist.
  • Alkoholgehalt – Die Angabe muss in Prozent „%“ erfolgen. Es ist höchstens eine Nachkommastelle zulässig. Die Angabe muss einen genauen Gehalt angeben. Formulierungen wie „mindestens…“ und „ca.“ werden nicht zugelassen.
  • Verkehrsbezeichnung – Getränke, die keiner eindeutigen Kategorie zuzuordnen sind, werden mit „Spirituose“ bezeichnet. Solche, die in eine bestimmte Gattung gehören, sind dieser eindeutig zuzuordnen.
  • Nennfüllmenge – Die Füllmenge der Flasche ist auf dem Schnapsetikett gut sichtbar anzubringen. Die Angaben sind in L, cl oder ml zu machen. Es sind jedoch nur bestimmte Füllmengen zugelassen. Diese sind 0,02l; 0,03l; 0,04l; 0,05l; 0,1l; 0,2l; 0,35l; 0,5l; 0,7l; 1,0l; 1,5l und 1,75l. Ab einer Füllmenge von zwei Litern sind jeweils Literabstände bis hin zu zehn Litern zugelassen.
  • Die Schriftgröße ist pro Füllmenge ebenfalls normiert.
    Über 1,0 Liter: 6mm
    Über 0,2 Liter bis 1,0 Liter: 4mm
    Über 0,05 Liter bis 0,2 Liter: 3mm
    Bis 0,05 Liter: 2mm
  • Angabe der Losnummer – In einem „Los“ werden alle Einheiten zusammengefasst, welche unter gleichen Bedingungen gebrannt und abgefüllt wurden. Der Buchstabe „L“ wird in der Bezeichnung vorangestellt. Diese ist auf dem Etikett oder auf der Flasche gut deutlich anzugeben und stellt sich aus einer Kombination aus Ziffern, Zahlen oder einer gemischten Konstellation aus Zahlen und Ziffern zusammen. Dadurch ist jedes „Los“ einer Brennerei eindeutig identifizierbar.
    Weitere Vorschriften – Neben den gesetzlichen Vorschriften über den Inhalt eines Spirituosen-Etiketts sind auch Normen über deren Anbringung, sowie Sichtbarkeit und Lesbarkeit zu erfüllen. Das Schnapsetikett muss in den meisten Fällen direkt auf der Flasche angebracht werden. Bei speziellen Flaschenformen ist dies jedoch nicht möglich. In diesen Fällen ist ein Anhänger mit dem Etikett an dem Hals der Flasche anzubringen. Es muss gesichert werden, dass dieser bei dem Transport und Verkauf weder abgestreift noch abgerissen werden kann.
    Alle Angaben müssen so gemacht werden, dass eine leichte Lesbarkeit der Pflichtelemente gewährleistet wird. Besonders bei Etikettenanhängern ist darauf zu achten, dass sich alle Angaben an einer gut sichtbaren Stelle befinden.

Etiketten professionell drucken lassen

Schnapsetiketten drucken lassenIn der Vergangenheit haben besonders kleine Brennereien und Spirituosenhersteller auf gedruckte Etiketten verzichtet und diese in Handarbeit individuell hergestellt. Selbstverständlich verleiht diese Vorgehensweise dem Produkt eine persönliche Note. Es kann jedoch schnell passieren, dass ein Etikett auf diese Weise nicht den Normen der Etikettenangaben entspricht. Es kann zu Rechtschreibfehlern kommen, was wenig professionell auf den Kunden wirkt. Dies wäre jedoch ein relativ kleines Übel verglichen mit den Konsequenzen, wenn Pflichtangaben des Etiketts vergessen oder nicht genügend gekennzeichnet werden. Aus diesem Grund bietet es sich an, seine Etiketten bei einer Druckerei in Auftrag zu geben. Label Network hat sich unter anderem auf die Herstellung dieser Flaschenkennzeichnung spezialisiert.
Noch vor einiger Zeit verband sich mit dem Drucken von Etiketten ein erheblicher finanzieller Aufwand. Dieser hat sich jedoch auf Grund der starken Digitalisierung in den letzten Jahren um einen Großteil gesenkt, sodass es auch für kleine Brennereien mit niedrigen Auflagen durchaus lohnenswert ist, die Kennzeichnung der Flaschen mit Schnapsetiketten in Auftrag zu geben. Neben dem Kostenvorteil ergibt sich jedoch auch ein zeitlicher Vorteil bei dieser Vorgehensweise. Es bestehen zahlreiche Designs für Etiketten, welche als Inspiration dienen können, um das firmeneigene Logo und die unverwechselbare Kennzeichnung der Flaschen zu entwickeln. Ausgebildete Fachleute geben außerdem ausführliche Aufklärung darüber, welche Materialien und Textur sich für die gewünschten Etiketten eignen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Aufschrift nicht verwischt, das Etikett beim Transport der Flaschen bis hin zum Verkauf zerkratzt oder sich gar ganz von der Flasche löst.
Aus dieser Betrachtung wird schnell deutlich, welche Vorteile es auch für eine kleine bis mittelgroße Brennerei bietet, die Herstellung der Etiketten an uns weiter zu geben. Jetzt anfragen!