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Hopfen ist nicht gleich Hopfen. Genau wie beim Wein die Rebsorte unterschieden wird, verstehen es mittlerweile auch Brauereien, die unterschiedlichen Hopfensorten richtig in Szene zu setzen und zum Hauptdarsteller zu stilisieren.

Der Bierkonsum in Deutschland ist trotz leichtem Abwärtstrend nach wie vor hoch. Mit etwa 106 Litern pro Kopf jährlich manifestiert Bier seine Spitzenposition unter den alkoholhaltigen Lieblingsgetränken der Deutschen. Dazu kommt, dass immer mehr Brauereien auf den Markt drängen und auch exotische Biersorten anbieten. Zu dem Repertoire der jungen & wilden Garde gehören eben nicht nur Pils, Weizen, Alt oder Kölsch. Viel intensiver werden nun auch Nischen rund um das Craft Bier besetzt.

Wer sich im Haifischbecken der Brauereien langfristig durchsetzen möchte, bedarf nicht nur ausgezeichneter Bierqualität, sondern auch eines besonderen Marketings. Und hier kommt immer häufiger der Hopfen ins Spiel. Weltweit unterscheidet man aktuell zwischen etwa 250 Hopfensorten. Zu beobachten ist, dass der Hopfen im Marketing eine immer wichtigere Rolle spielt. Nicht selten schafft es der Hopfen auch auf das Bieretikett. Die Angabe der genauen Hopfensorte verschafft dem Bier darüber hinaus den gewünschten Effekt des Alleinstellungsmerkmals, der Exklusivität oder der besonderen Qualität.

Dies ist für den Umstand, dass man für den Brauvorgang verhältnismäßig wenig Hopfen benötigt, schon leicht verwunderlich. Denn mehr als ein Kilo (Hopfenpellets) werden selten für mehrere Hundert Liter Bier verwendet.

Wo unser Hopfen wächst

HopfenIn Deutschland existieren aktuell etwa 18.000 Hektar Hopfenanbaugebiete. Das mit Abstand größte Anbaugebiet befindet sich in Hallertau / Bayern. Gefolgt wird dieses von den Anbaugebieten Elbe-Saale / Thüringen & Tettnang / Baden-Württemberg. Die hier erzielten Erträge machen in etwa 30-40% der Weltproduktion aus. Nur die USA können in diesen Dimensionen mit den deutschen Hopfenbauern konkurrieren und liefern ebenfalls ca. 30-40% der Weltproduktion. Der verbleibende Weltmarkt verteilt sich auf die Hopfenanbaugebiete der restlichen Welt.

Wozu der Hopfen im Bier gut ist

Hopfen ist mitunter für die Bitter- & Aromanote des Bieres verantwortlich. Je nach Auswahl der Hopfensorte (Bitter- und/oder Aromahopfen) kann der Braumeister Einfluss auf die geschmackliche Ausrichtung des Bieres nehmen. Zusätzlich zum Geschmack, der natürlich auch von weiteren Faktoren wie Wasser, Gerste und dem Brauvorgang an sich abhängt, hat der Hopfen die Aufgabe die Eigenschaften der Schaumkrone zu verbessern und das Bier insgesamt haltbarer zu machen.

Wie man den Hopfen auch verwenden kann

Natürlich wird der Großteil der Hopfenernte für die Herstellung von Bier genutzt. Es gibt aber auch die Verwendung zu medizinischen Zwecken als Bestandteil in Beruhigungsmitteln. Darüber hinaus findet sich Hopfen auch in der Küche wieder. So sind Hopfensprossen, ähnlich wie der Spargel von Hand geerntet, eine wirkliche Delikatesse die Sie ausprobieren sollten, wenn Sie diese auf einer Speisekarte entdecken.